Basiswissen mit kritischen Anmerkungen

Der EU AI Act.
Was er regelt.
Was offen bleibt.

Welche Regeln gelten für künstliche Intelligenz? Und welche Fragen beantwortet ein Gesetz noch nicht? Eine Einführung in den EU AI Act, mit meinen Gedanken zu Verantwortung, Macht und Marktzugang.

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Ohne Anmeldung. 27 Seiten · Deutsch · ca. 1,6 MB
Inhaltlicher Stand: 15.10.2026

Cover von Elfie Schürfeld-Todors Paper: Der EU AI Act. Was er regelt. Was offen bleibt. Als schmales Buch dargestellt.
Covervisualisierung mit KI gestaltet.

Worum es in diesem Paper geht

Der EU AI Act ordnet Risiken und legt Pflichten für den Umgang mit künstlicher Intelligenz fest. Dieses Paper erklärt zentrale Begriffe, Rollen und Regeln. Es richtet sich an Menschen, die verstehen möchten, was die KI-Verordnung regelt und welche Fragen bei ihrer Umsetzung offen bleiben.

Die sechs Kapitel verbinden Basiswissen mit meiner persönlichen Einordnung. Im Mittelpunkt stehen Marktzugang, staatliche Ausnahmen, KI-Kennzeichnung und die Frage, wer Verantwortung trägt. Rechtliche Aussagen sind mit anklickbaren Quellen belegt. Meine Bewertungen sind als „Meine Einordnung“ gekennzeichnet.

Fünf Gedanken aus dem Paper

01 · Marktzugang

Gleiche Regeln können ungleich wirken.

Der spätere Umsatz finanziert die Vorleistung nicht. Kleine Unternehmen müssen Zeit, Fachwissen und Geld bereitstellen, bevor ihr Hochrisiko-Produkt Umsatz erzielt. Große Anbieter verteilen ähnliche Aufgaben auf bestehende Abteilungen und viele Produkte.

02 · Staatliche Macht

Kontrolle muss Macht begrenzen.

Je mächtiger der Akteur, desto wichtiger ist unabhängige Kontrolle. Staatliche KI kann Menschen treffen, die sich ihr nicht einfach entziehen können. Schutzregeln sind nur so stark wie die Institutionen, die sie durchsetzen.

03 · Menschlicher Beitrag

Die KI wird sichtbar. Wo bleibt der Mensch?

In diesem Paper stecken mein Kurs zum EU AI Act, meine Notizen, Fragen und Quellen. Ein pauschales KI-Label erzählt diese Arbeit nicht. Es zeigt den Einsatz eines Werkzeugs, aber nicht, was ein Mensch inhaltlich eingebracht hat. Menschliche Arbeit muss sichtbar bleiben.

04 · Kennzeichnung

Transparenz braucht Zugang zur Prüfung.

Wer markiert, entscheidet auch über den Zugang zur Erkennung. Für mich bleibt Transparenz unvollständig, solange unabhängige Nachprüfung, verständliche Fehlergrenzen und Möglichkeiten zum Widerspruch fehlen. Ein technisches Signal darf kein Urteil über Urheberschaft, Leistung oder Glaubwürdigkeit ersetzen.

05 · Produktlogik

Produktlogik trifft auf schnelle Entwicklung.

Der AI Act übernimmt für Hochrisiko-KI eine Produktlogik, die auch Aufzüge und Medizinprodukte prägt. Für mich ist eine erweiterte Produktprüfung noch keine überzeugende Antwort auf die Dynamik von KI. Ob eine neue Modellversion, neue Daten oder ein anderer Einsatz zur bisherigen Bewertung passen, muss der Anbieter erkennen und begründen. In kurzen Entwicklungszyklen wird daraus eine laufende Prüfaufgabe.

Was du im Paper findest

  • Risikoklassen, Pflichten und Fristen verstehen
  • Rollen, Verantwortung und Hochrisiko-Systeme einordnen
  • Transparenz, Deepfakes und meinen Betrachter-Test unterscheiden
  • Kritisch eingeordnet: Marktzugang, staatliche Ausnahmen, Kennzeichnung
  • Zeitstrahl, Schaubild und direkte Links zu 32 Quellen

Quellen und Stand

Ausgabe und Quellenabgleich: 15.10.2026. Redaktionell überarbeitet am 18.10.2026. Im PDF findest du die vollständige Quellenliste und die Belege direkt an den jeweiligen Aussagen.

Zu den Grundlagen gehören die KI-Verordnung auf EUR-Lex und der AI Act Service Desk der Europäischen Kommission. Den Bezug zum Produktrecht erläutert die Kommission im New Legislative Framework.

Das Paper gibt den angegebenen Stand wieder. Spätere Änderungen können darin noch nicht berücksichtigt sein.

Meine ausführliche Kritik an Compliance-Kosten und ungleicher Mitgestaltung steht im Essay „Der EU AI Act und die zwei Klassen“.

Über mich und dieses Paper

Elfie Schürfeld-Todor

Ich bin Kommunikationsstrategin, Autorin und AI Search Strategist & Project Manager bei duwerk. Auf 11iE schreibe ich über KI, Kommunikation und Gesellschaft. Meine Kunst veröffentliche ich als Euphemia Stokefield.

Dieses Paper begann mit meinem Kurs zum EU AI Act und meinen eigenen Notizen. Ich habe Fragen entwickelt, Quellen ausgewählt und meine Positionen im Austausch mit Claude und ChatGPT weiter ausgearbeitet. Die KI unterstützte Recherche, Formulierung und Gestaltung. Die Gedanken und die Verantwortung für die Inhalte liegen bei mir.

Über mich · Fakten & Quellen · Weitere Essays

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Ich bin keine Juristin. Das Paper dient der allgemeinen Information und meiner persönlichen Einordnung des EU AI Acts. Es stellt keine Rechtsberatung dar und ersetzt keine individuelle rechtliche Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.