Haferdrink von Voelkel

Wir haben den neuen Haferdrink von Voelkel getestet!

Lässt sich der Haferdrink auch aufschäumen und für Latte Art verwenden? Diese und andere Infos findest du in unserem Blogpost.

Wenn du wie wir zum einen Müll, insbesondere Plastikmüll, einsparen möchtest und zum anderen versuchst, weitestgehend vegan zu leben, dann triffst du beim Thema Pflanzenmilch auf ein Problem. Es gibt zwar jede Menge Marken, die Pflanzenmilch in allen möglichen Varianten anbieten, doch keiner dieser Hersteller bietet die Milch in Glasflaschen oder gar Mehrwegflaschen an.

Wir benutzen die Pflanzenmilch, am liebsten Hafermilch, zum Kochen und Backen, sowie für Müsli und unseren Kaffee. Zurzeit wandern pro Monat ca. vier bis acht Hafermilchverpackungen (Tetra Paks) in unseren Müll. Das ist einfach zu viel, finden wir. Daher haben wir auch schon versucht, die Hafermilch selbst herzustellen. Ehrlich gesagt hatten wir schon einige Versuche gestartet, doch die selbstgemachte Hafermilch hat uns nicht überzeugt. Daher greifen wir schließlich doch auf die gekaufte Hafermilch zurück.

Als wir heute Morgen beim Einkaufen den neuen Haferdrink von Voelkel in der Glasflasche im Regal neben den ganzen Tetra Paks entdeckt hatten, waren wir sofort begeistert. Eine Flasche Haferdrink von Voelkel musste zum Testen mit.

Haferdrink von Voelkel

Preis

Eine Flasche Haferdrink von Voelkel (0,75 Liter) kostet bei uns im Bioladen 1,99 Euro zzgl. Mehrwegpfand. Die 1,99 Euro sind ein Einführungspreis. Wie sich der Preis dann entwickeln wird, wird sich zeigen. Die Pflanzendrinks (1 Liter) der Hersteller Oatly oder Natumi im Tetra Pak kosten zwischen 2,09 Euro und 2,29 Euro je nach dem, in welchem Laden man sie kauft. Wenn man sich also Menge und Preis anschaut, so bewegt sich der Haferdrink von Voelkel preislich im gleichen Rahmen.

Edit: Selbstverständlich gibt es bei Discountern und Drogerieketten noch preiswertere Haferdrinks, die bei 1 Euro pro Liter liegen (siehe Anmerkung von Chris in den Kommentaren). Diese haben wir aber nicht in unseren Vergleich mit einbezogen, da wir versuchen Bioläden, insbesondere inhabergeführte Bioläden, zu unterstützen und wir bei Discountern und Drogerieketten nicht einkaufen.

Inhaltsstoffe

Der Haferdrink von Voelkel ist glutenfrei und besteht aus Mineralwasser, Hafervollkornmehl 10%, Sonnenblumenöl und Meersalz. (Liebe Hersteller, wieso verwendet ihr eigentlich immer Meersalz? Im Anbetracht der Verschmutzung der Meere ist dies in unseren Augen kein Qualitätsmerkmal mehr.)

Haltbarkeit

Ungeöffnet ist der Haferdrink ca. 1 Jahr haltbar. Nach dem Öffnen sollte der Drink im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von fünf Tagen aufgebraucht werden.

Mehrwegflasche

Bei der Glasflasche, in welche der Haferdrink abgefüllt ist, handelt es sich um eine Mehrwegflasche. Das ist richtig gut. Warum? Mehrwegflaschen sind im Gegensatz zu Einwegflaschen umweltfreundlicher. Vergleicht man den Aufwand für die Herstellung einer Einwegflasche mit dem Ressourcenverbrauch (inkl. Energie) für den Transport und Reinigung der Mehrwegflasche, stellt sich heraus, dass die Mehrwegflasche umweltfreundlicher ist, da der Verbrauch geringer ist. Je regionaler der Vertrieb und je öfter die Mehrwegflasche wieder befüllt wird, desto besser.

Geschmack

Im Vergleich zu anderen von uns getesteten Haferdrinks ist der Haferdrink von Voelkel relativ süß und auch leicht fruchtig im Geschmack.

Verwendung

Er lässt sich pur trinken und auch gut für Müsli oder zur Herstellung von Kakaogetränken verwenden. Der Haferdrink von Voelkel lässt sich auch wunderbar zum Kochen und Backen wie beispielsweise für Pancakes und Muffins als Milchersatz einsetzen.

Flat White mit Haferdrink von Voelkel – geht das?

Für uns als Kaffeeliebhaber stellte sich nun die spannende Frage, ob er auch als Milchersatz für unseren Flat White taugt. Dabei ist es wichtig, dass sich der Haferdrink gut aufschäumen lässt und auch für Latte Art geeignet ist. Andere Hersteller wie Oatly oder Natumi haben dafür extra Barista Editionen im Sortiment.

Wir haben es geschafft, den Haferdrink von Voelkel mit dem Bodum-Aufschäumer aufzuschäumen und den Flat White auch ansatzweise mit Latte Art zu verzieren. Allerdings ist der Schaum nicht sonderlich stabil und löst sich relativ schnell wieder auf.

Haferdrink von Voelkel

11iEs Fazit

Wir sind begeistert und freuen uns, dass es endlich ein Hersteller gewagt hat, Haferdrink in Mehrwegflaschen anzubieten. Danke Voelkel. Der Haferdrink hat uns geschmacklich und auch vom Preis her überzeugt. Wir werden ihn für Müsli, als Drink, zum Kochen und Backen verwenden.

Haferdrink von Voelkel

Für die Herstellung eines Flat Whites werden wir wohl gelegentlich noch auf die anderen Sorten zurückgreifen, da sie sich besser aufschäumen lassen. Wir hoffen, dass Voelkel mit dem Haferdrink in Mehrwegflaschen erfolgreich wird und zukünftig vielleicht auch eine Barista-Edition auf den Markt bringt.

Fotocredit: Patrick Schürfeld (ps-ixel.com)

  1. Ich finde es sooo toll, dass endlich ein Hersteller einen Pflanzendrink in der Glasflasche rausbringt! Freue mich riesig! Auch meine Eltern sind begeistert. Den Preis finde ich vollkommen in Ordnung-nun muss ich nur noch einen Laden in meiner Ecke finden, der den Haferdrink von Voelkel führt!

    • Wir haben uns auch riesig gefreut! 🙂 Ich denke, den Haferdrink werden wohl nach und nach sehr viele Händler in ihr Sortiment aufnehmen, weil es einfach eine tolle Sache ist und bisher Voelkel wohl das einzige Unternehmen ist, das einen Haferdrink in Glasflaschen auf den Markt gebracht hat.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du einen Laden in deiner Nähe findest. Liebe Grüße Elfie von 11iE

    • Ein Elfchen von Voelkel

      Hallo Anett, wenn du mir deine Ecke nennst, kann ich beim Suchen helfen. Liebe Grüße aus der Zentrale.

  2. Ich lese hier gern mit, aber schon mehrfach fiel mir diese Kritik an Rossmann und Co. auf. Für einen Kleinrentner ist es gar nicht anders möglich, als dort zu kaufen, zumindest dann, wenn er auch in den Genuss von Biowaren kommen möchte und sich vegan ernährt. Ich habe das Glück, einen Rossmann in der Nähe zu haben, daher brauche ich keinen Discounter aufzusuchen. Ich finde, dass Rossmann da noch besser ist als jeder Discounter. Aber ohne Frage sind Rossmann und Discounter eine Bedrohung für den inhaberbasierten Biohandel. Ich würde auch lieber im „Bioladen“ kaufen (der nächste hier auf dem Land ist 45 km entfernt!), aber wenn man keine 800 Euro Rente im Monat hat, dürfte das nicht zu machen sein, obwohl ich vegan und sparsam lebe.

    Nicht desto trotz ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung. Der Verpackungsmüll bei Pflanzenmilche ist enorm und passt irgendwie nicht zum Öko_Gtedanken. Danke für Euren Test…

    • Lieber Peter,
      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ich muss gestehen, wir als Familie haben pro Kopf auch nicht mehr als 800 Euro pro Monat, die für uns zur Verfügung stehen. Wir haben unsere Arbeitszeiten reduziert, um mehr Zeit für die Familie zu haben und damit wir uns für Umweltthemen einsetzen können. Die Zeit, die wir hier in den Blog und in die Pflege der Unverpacktliste investieren, ist komplett unbezahlt. Wir stecken viel Leidenschaft und viel freie Zeit in das Ganze, weil wir daran glauben, dass wir durch Aufklärung und Vorleben die Menschen zum Umdenken bewegen können. Wir haben unsere Ausgaben extrem reduziert, auch um nicht unnötig zu konsumieren. Das was wir uns als „Luxus“ behalten haben ist, so gut es geht bei der Nahrung auf Qualität und Nachhaltigkeit zu achten. Wir glauben, dass große Konzerne den Bio- und Unverpackthype nur nutzen, um ein weiteres Marketingargument zu haben. Wenn sie wirklich an bio und nachhaltigen Produkten interessiert wären, dann würden sie ihr komplettes Sortiment umstellen. Es geht aber eigentlich nur darum, für jede Zielgruppe etwas Passendes anzubieten, um den gesamten Markt abzugreifen. Solche Konzerne wollen wir nicht unterstützen.
      Aber wir können natürlich auch aus unserer Situation heraus verstehen, dass man, wenn das Geld knapp ist, Kompromisse eingehen muss. Ich denke man kann sagen, dass alle, die sich mit dem Thema beschäftigen und sich hier austauschen versuchen, ihr Bestes zu tun. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Dir und den anderen Lesern für das Interesse an unserem Blog bedanken und hoffe, dass wir zusammen durch den gemeinsamen Austausch etwas bewegen können.

      Liebe Grüße
      Elfie von 11iE

      • Liebe Elfie,

        danke für Deine Nachricht und das, was Du schreibst. Ich sehe das ja überwiegend auch so. Wobei ich durchaus finde, dass Herr Rossmann viel tut. Aber okay, ich bin mit Dir der Meinung, dass viele „normale“ (?) Firmen auf den Umwelt- und Veganhype aufspringen, daher kaufe ich z.B. auch keine „Burger“ oder ähnliches von Firmen, die AUCH Tierfleischprodukte herstellen.

        Dennoch staune ich, dass Du/Ihr mit der gleichen Summe Geldes klarkommst wie meine Frau und ich. Wir zahlen ja schon monatlich 400 Euro an Wohnkosten usw. Für Essen haben wir zusammen ca. 250 Euro. Das müsste bei Ihnen ja noch viel viel weniger sein. Umso bemerkens- und bewunderswerter ist Ihr Engagement.

        Einen lieben Gruss

        Peter

        • Lieber Peter,
          bei uns verteilt es sich bisher auf pro Kopf ca. 800 Euro (wir sind zu dritt). Das ist dann vielleicht etwas mehr, als was euch zur Verfügung steht. Allerdings habe ich jetzt meine Halbtagsstelle gekündigt, so dass wir mehr Zeit in unsere eigene Projekte investieren können und hoffentlich damit unser Lebensunterhalt verdienen.

          Liebe Grüße
          Elfie von 11iE

          • Ich wünsche Euch alles Gute, liebe Elfie,

            und werde weiterhin gern hier lesen 🙂 Es ist eine gute Sache, für die Ihr Euch engagiert.

            Lieben Gruss

            Peter

  3. Johannes

    Vielen Dank für den Test, ich habe die Hafermilch heute im Handel entdeckt und werde sie nun auch mal probieren.
    Ich denke, dass die Gewinnung von Meersalz in Salzgärten (durch Verdunstung des Meerwassers) weniger ökologischen Einfluss hat als die Gewinnung von Steinsalz aus Bergwerken. Inwieweit der Transport aus dem südlichen Europa diesen Vorteil wieder zunichte macht, kann ich jedoch nicht sagen.

    • Wenn Du magst, kannst Du ja nach dem Probieren noch mal eine Rückmeldung geben.
      Ob Meersalz oder Steinsalz besser ist, kann ich auch nicht sagen. Wahrscheinlich hängt es auch davon ab, von wo man das Meersalz bzw. das Steinsalz bezieht. Himalayasalz ist sicherlich nicht die ökologischste Idee, wenn man nicht gerade in der Umgebung wohnt. 😉
      Beim Meersalz stellt sich natürlich auch noch die Frage, in wie weit Verunreinigungen aus dem Meer im Salz zu finden sein können (u. a. Mikroplastik).

  4. Der Preis für 1l Hafermilch geht aber bei 1€ bzw. ca. 1,20€ los (bei Rossmann/DM etc.) und nicht bei 2€. Das macht das Ganze für uns wesentlich kostspieliger leider…

    • Vielen Dank für die Info. Ich habe den Beitrag noch mal angepasst. Wir haben uns im Vergleich nur auf die Produkte, auf die wir sonst zurückgegriffen haben, bezogen. Da wir überwiegend im einem inhabergeführten Bioladen einkaufen, befinden sich diese offensichtlich im oberen Preissegment. Wir finden es trotzdem gut, dass Voelkel den ersten Schritt gemacht hat und hoffen, dass auch andere Hersteller diesem Beispiel folgen. Liebe Grüße Elfie von 11iE

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