Shampoobar-Proben aus der Naturseifenmanufaktur "Steffis Hexenküche"
Kosmetik Läden Onlineshop Zero Waste

Shampoobars aus der Manufaktur

Shampoobars - die Alternative zum Flüssig-Shampoo.

Bereits seit einigen Jahren achte ich darauf, Shampoo und Duschgel zu verwenden, die so wenig Inhaltsstoffe wie möglich, aber so viele wie nötig beinhalten. Dabei ist es mir wichtig, dass die Produkte keine Giftstoffe enthalten, denn die Substanzen werden durch die Haut und Kopfhaut aufgenommen und gelangen so in unseren Körper.

Hier habe ich Dir einen kleinen Auszug aus einer Liste mit Giftstoffen, die Shampoos und Duschgels aus Drogerien, Parfümerien und Supermärkten beinhalten können, zusammengestellt:

Silikon
Silikon versiegelt nicht nur das Haar, sondern auch die Kopfhaut. Silikon wird in Lotions und Shampoos verwendet, damit sich Haare und Haut geschmeidiger anfühlen. Silikon ist nicht wasserlöslich, das bedeutet, unsere Haut hat keine andere Option, als das Silikon einzulagern. Es dauert mehrere Wochen, bis man das eingelagerte Silikon aus den Haaren und von der Kopfhaut gewaschen hat.

Polyethylenglykole (PEG’s)
In einem chemischen Verfahren werden Polyethylenglykole an Fettalkohole, Ester und Öle angelagert. Dadurch werden sie wasserlöslich gemacht. Das Problem ist, dass PEG nicht nur im Produkt selbst reagiert, sondern auch mit der Haut. Die Haut wird so durchlässiger für viele Wirkstoffe u. a. auch für Giftstoffe. Durch PEG 450 beispielsweise (wird auch als lokales Betäubungsmittel eingesetzt) kann die Haut Schmerzen und Juckreiz nicht mehr wahrnehmen. Diese Warnsignale werden durch PEG 450 unterdrückt. Die Haut verliert so ihre natürliche Abwehrfunktion.

Parabene
Parabene finden als Konservierungsmittel Verwendung in Kosmetikartikeln. Sie verhindern, dass sich Schimmelpilze und Bakterien entwickeln können. Allerdings haben sie auch Nebenwirkungen – sie bringen den Hormonhaushalt durcheinander und können u. a. Brustkrebs verursachen.

Diethanolamin DEA/Triethanolamin TEA
Nicht der Stoff selbst ist gefährlich, sondern das Produkt, welches durch die Verbindung mit beispielsweise Konservierungsstoffen entsteht. Hier bilden sich Nitrosamine, die in Verdacht stehen, Leber, Niere und das Erbgut zu schädigen.

Sodium Laureth Sulfate (SLS)
Sie sind Schaumbildner und haben den Vorteil, dass sie mit Wasser und Fett reagieren können. Daher werden sie sehr häufig in Shampoos und Duschgels verwendet. Sodium Laureth Sulfate können dafür verantwortlich sein, dass die Haut schuppig und spröde wird, brennt, juckt und Rötungen aufweist.
Das Hauptproblem ist jedoch, dass bei der Herstellung das krebserregende Dioxan entsteht, welches auch in diversen Kosmetikprodukten nachgewiesen werden konnte.

Grundsätzliche Gedanken zum Thema Konsum

Unternehmen sind gewinnorientiert, das stellt für mich gar kein Problem dar. Ich finde es super, wenn Menschen und Unternehmen Produkte, Dienstleistungen oder ihre Arbeitskraft gegen Geld zur Verfügung stellen. Ich habe mich dafür entschieden, mein Geld für Produkte auszugeben, die qualitativ hochwertig und möglichst frei von Giftstoffen sind. Wir als Verbraucher haben es in der Hand. Wir können entscheiden, wo wir unser Geld lassen und welches Unternehmen wir mit unserem Geld „unterstützen“. Wir können auch entscheiden, welchen Firmen und Unternehmen wir unsere Arbeitskraft zur Verfügung stellen.
Jetzt werden einige vielleicht sagen, dass sie Geld benötigen und von etwas leben müssen und sich daher ihren Arbeitgeber nicht aussuchen können oder dass sie so wenig Geld verdienen, dass sie nur die Möglichkeit haben, bei den Discountern einzukaufen. Wenn man nicht anfängt umzudenken, dann werden diese Unternehmen immer reicher und mächtiger. Wenn man das möchte, dann kann man diese selbstverständlich weiterhin unterstützten. Dann aber wird man wohl irgendwann nur noch billig produzierte Produkte voll von Giftstoffen vorfinden und für Unternehmen arbeiten, die ihre Mitarbeiter als billige, moderne Sklaven ausbeuten.
Ich denke, es wäre gut, wenn jeder bewusst einkauft. Damit meine ich, jedem muss klar sein, dass er mit seiner Kaufentscheidung die Welt gestaltet.

Geld ist demokratischer als viele glauben.

Wichtig ist, jedes Verkaufsversprechen zu hinterfragen und auf Plausibilität zu prüfen, damit man sich nicht belügen lässt. Ich denke, dass ein Austausch über Produkte und Unternehmen dabei helfen kann, die Falschspieler zu enttarnen.

Daher bin ich immer wieder auf der Suche nach guten Produkten und Unternehmen, die Qualität, Verantwortung und Nachhaltigkeit ernst nehmen und nicht nur als Marketingfloskel verwenden.

Shampoobars aus Naturseifenherstellung

Durch Meike auf http://durchgrueneaugen.blogspot.de/ bin ich auf die Naturseifenhersteller Steffis Hexenküche und Villa Schaumberg aufmerksam geworden.
Meike, vielen Dank für diese Empfehlungen.

Update September 2017: Da ich mit den Produkten von Steffis Hexenküche durch und durch zufrieden bin, verwende ich nun ausschließlich die Seifen von Steffi.

Ich habe mich ein wenig über das Haarewaschen mit Haarseife informiert. Da es einer Umstellung bedarf und man sich doch etwas umgewöhnen muss, habe ich mir gedacht, ich probiere erst einmal Shampoobars aus. Shampoobar ist Shampoo in Form eines Shampoostücks, allerdings seifenfrei. So habe ich auf der Webseite von Steffis Hexenküche ein wenig herumgestöbert und zwei Shampoobar-Proben bestellt. Innerhalb von wenigen Tagen waren sie dann da, meine Shampoobars: Himbeer-Minze und „Muse der Pampel“.

Steffis Hexenküche

In Steffis Hexenküche werden Naturseifen und Shampoobars per Hand und im traditionellen Kaltrührverfahren hergestellt. Es werden hochwertige, pflanzliche Öle und Fette wie Rapsöl, Olivenöl, Kokosöl sowie Mandelöl verwendet. Wenn Du Dich für die Seifenenstehung in der Hexenküche interessierst, kannst Du Dich hier näher informieren: http://www.steffis-hexenkueche.com/produktion

Shampoobar: Himbeer-Minze
Von dem Shampoobar Himbeer-Minze waren meine Tochter und ich sofort begeistert. Es riecht lecker nach Himbeere und Minze und soll laut Steffis Hexenküche gut bei schnell nachfettenden Haaren sein und bei juckender und schuppender Kopfhaut helfen.

Shampoobar "Himbeer-Minze" aus der Naturseifenmanufaktur "Steffis Hexenküche"
Shampoobar „Himbeer-Minze“ aus der Naturseifenmanufaktur „Steffis Hexenküche“

Das Shampoobar Himbeer-Minze enthält folgende Inhaltsstoffe:

  • BIO Himbeerpulver (stärken das Haar, schenken Glanz, die Fruchtsäure löst Schuppen von Kopfhaut & Haar)
  • Illit/Tonerde (saugt überschüssiges Körperfett auf, reinigt sanft)
  • Vitis vitifera/Traubenkernöl (für die Pflege und gute Kämmbarkeit der Haare)
  • Persea gratissima/kaltgepresstes, grünes Avocadoöl (pflegt glanzloses und sprödes Haar)
  • Mentha piperita/Pfefferminzhydrolat kbA (beruhigt und kühlt die Kopfhaut)
  • pflanzl. Glycerin (ist ein Feuchtigkeitsbinder; herkömmliches Glycerin wird aus Propen gewonnen, pflanzliches Glycerin dagegen entsteht bei der Spaltung pflanzlicher und tierischer Fette)
  • Zea mays cob powder/Maisstärke
  • Emulsan (pflanzlicher PEG freier Emulgator)
  • D-Panthenol (eine B-Vitamin-Vorstufe (Provitamin B5), wird in der Haut zu Pantothensäure umgewandelt, gilt als sehr verträglich, feuchtigkeitserhaltend, entzündungshemmend und regenerativ)
  • SLSA Sodium Lauryl Sulfoacetate (ist nicht mit SLS zu verwechseln, SLSA ist ein rein pflanzliches Tensid und etwas milder als SLS)

ShampooBar: „Muse der Pampel“
Das Bar ist ein Shampoobar mit Grapefruitkernextrakt. Es ist ein natürliches Antiseptikum, ein keimtötendes Mittel und soll gegen Schuppen und juckender Kopfhaut helfen.
„Muse der Pampel“ duftet leicht nach Pampelmuse.

Shampoobar "Muse der Pampel" aus der Naturseifenmanufaktur "Steffis Hexenküche"
Shampoobar „Muse der Pampel“ aus der Naturseifenmanufaktur „Steffis Hexenküche“

Das Shampoobar „Muse der Pampel“ enthält folgende Inhaltsstoffe:

  • Illit/Tonerde (saugt überschüssiges Körperfett auf, reinigt sanft)
  • Orbignya phalerata oil/Babassubutter (aus den Nüssen der Babassupalme wird die hochwertige Babassubutter gewonnen, sie ist reich an Laurinsäure/Myristinsäure, die eine antimikrobielle Wirkung aufweist)
  • pflanzl. Glycerin (ist ein Feuchtigkeitsbinder; herkömmliches Glycerin wird aus Propen gewonnen, pflanzliches Glycerin dagegen entsteht bei der Spaltung pflanzlicher und tierischer Fette)
  • Emulsan (pflanzlicher PEG freier Emulgator)
  • D-Panthenol (eine B-Vitamin-Vorstufe (Provitamin B5), wird in der Haut zu Pantothensäure umgewandelt, gilt als sehr verträglich, feuchtigkeitserhaltend, entzündungshemmend und regenerativ)
  • SLSA Sodium Lauryl Sulfoacetate (ist nicht mit SLS zu verwechseln, SLSA ist ein rein pflanzliches Tensid und etwas milder als SLS)
  • Cyanopsis Tetragonalba/Guarkernmehl
  • Citrus Paradisi/Grapefruitkernextrakt
  • Essential oil citrus paradisi/ätherisches Öl der Grapefruit
  • Aqua/Wasser

Die Inhaltsstoffe sind, bis auf SLSA, aus meiner Sicht hochwertig und unbedenklich.

Das Problem mit den Tensiden (SLS und SLSA)

Warum sind Tenside in fast allen Kosmetikartikeln und Reinigungsmitteln?
Tenside verbinden sich mit Wasser, bilden viel Schaum und helfen dabei, Fette und Schmutz zu entfernen. Sie haben eine gute Reinigungswirkung.
Neben den petrochemisch hergestellten Tensiden gibt es Tenside, die auf tierische und pflanzliche Fette und Zucker basieren, diese sollen milder sein.
Allerdings kann man auch durch mildere Tenside eine trockene und juckende Kopfhaut bekommen.

Mein Fazit zu den Shampoobars

Ich bin mit den Shampoobars zufrieden. Wir haben sie alle in der Familie getestet. Die Haare lassen sich sehr gut durchkämmen und haben einen schönen Glanz.
Alles in allem ein gutes Produkt.
Wer nicht auf Shampoo verzichten möchte, jedoch ein hochwertiges Produkt mit guten Inhaltsstoffen verwenden möchte, dem kann ich die Shampoobars von Steffis Hexenküche nur empfehlen.

Update: Mittlerweile sind wir auf Haarseife umgestiegen.

Foto: ps-ixel.com

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  1. Vielen Dank für den Link! 🙂
    Freut mich sehr, dass Du mit den Shampoobars so gut zurecht kommst. Bin gespannt wie Dir Seifen gefallen! Falls Du Lust auf mehr „Testmaterial“ hast, kann ich Dir auch gern ein Stückchen meiner Avocado-Haarseife von Steffis Hexenküche abschneiden und schicken.
    Liebe Grüße!
    Meike

    • Liebe Meike,
      ich wollte Dir gerade eine Info da lassen, aber Du warst schneller! 🙂
      Danke für das Angebot. Wenn Du magst, kannst Du mir ein kleines Stück schicken. Dann kann ich die beiden Avocadoseifen vergleichen.
      Bestellt habe ich jetzt eine Avocadoseife von Villa Schaumberg.
      Wenn Du magst, kann ich Dir im Gegenzug ein Stück Mangoseife von Steffis Hexenküche und ein Stück von der Avocadoseife von Villa Schaumberg schicken.
      LG
      Elfie

      P.S.: Weißt Du, ob es der oder das Shampoobar heißt?

  2. Ich sage immer „der“ Shampoobar, aber keine Ahnung, ob das korrekt ist! 😉

    Ich habe gerade nochmal nachgeguckt, ich habe Avocado von Steffis Hexenküche und Lavendel Haarseife von Villa Schaumberg zu bieten. Wäre toll, wenn wir den Tausch so, wie von Dir vorgeschlagen, durchführen.

    Am besten schreib ich Dir wegen Adresse und so mal eine PM.

    Liebe Grüße!

  3. Hey,

    ich habe mir diesen Jahr den Adventskalender von Steffis Hexenküche gegönnt und da war jetzt auch ein Shampoobar drin. Den werde ich dann auch mal ausprobieren. Dieses Produkt habe ich einfach übersprungen 😉 Bin direkt von Naturkosmetik-Shampoos auf Seifen umgestiegen und damit seit mittlerweile über eineinhalb Jahren sehr glücklich. Solche Bars haben mich irgendwie nie gereizt, aber wenn ich den schon habe, dann sag ich natürlich nicht nein dazu.

    • Hallo Camillex,

      ich hatte mich noch nicht so ganz an die Seifen herangetraut. Habe aber inzwischen auch ein paar Haarseifen ausprobiert und bin sehr begeistert. Ich werde wohl auch bei den Haarseifen bleiben, weil sie meine Haare noch besser pflegen als die Shampoobars, wie ich finde.
      Den Adventskalender von Steffis Hexenküche habe ich auch gesehen. Leider viel zu spät. Der würde sich neben dem Kaffee-Adventskalender im nächsten Jahr bestimmt auch gut machen. 😉

      • Mit der Kalenderbestellung ging es mir letztes Jahr ähnlich 😉 da habe ich alles verpasst, was mir gut gefallen hätte. Dieses Jahr hab ich den Kalender dann tatsächlich schon gegen Mitte August vorbestellt. Eventuell brauche ich dann nächstes Jahr gar keinen Kalender. Steffis Produkte halten bei mir immer so schön lang, dass ich da sicher noch eine ganze Weile was davon haben werde.

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