Obdach bei Freunden

Die letzten Maiwochen in der Wohnung verbringen wir damit, die restlichen Dinge einzupacken, zu verschenken oder zu entsorgen. Außerdem müssen wir noch auf die Schnelle das Laminat des Vormieters entfernen. Da die Mülldeponie, wo wir normalerweise den Sperrmüll entsorgen könnten für Privatpersonen wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist, haben wir keine andere Wahl, wir müssen eine Entrümplungsfirma mit der Sperrmüllentsorgung beauftragen. Alles versuchen wir, so kontaktlos wie möglich zu organisieren.

Die letzten Tage „campen“ wir in unserer Wohnung. Die Küche und einige Möbel haben wir verschenkt. Andere Stücke, die wir behalten wollen, haben wir bereits eingelagert.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag laden wir die letzten Kisten und Kartons in den Unimog.

Doch es dauert dann doch länger als gedacht. Wir müssen ein paar Mal mit dem PKW hin- und herfahren, da wir wegen der Umweltzone den Unimog nicht vor unserer Haustür parken können. Wir sind müde und kaputt. Die vergangenen Monate haben ganz schön an unseren Nerven gezehrt. Gegen fünf Uhr in der früh ist dann alles endlich eingeladen. Nachdem die Wohnung gefegt und der Schlüssel im Briefkasten der Hausverwaltung eingeworfen ist, brechen wir gegen sieben Uhr morgens endlich auf.

Da die Grenzen noch zu sind und die Wohnung übergeben werden musste, finden wir Obdach bei Freunden. Wir sind dankbar und zu Tränen gerührt.

Nach 14 Stunden, gegen 21 Uhr erreichen wir unsere „Zwischenstation“. Unser alter Unimog hat die Fahrt gut überstanden.

Auf dem Grundstück können wir einen Wohnwagen inkl. Vorzelt nutzen. Hier finden sogar unser Sofa und die Stehlampe platz. Und auch unser Esstisch ist mit dabei. Diesen haben wir als Ablage und Arbeitsfläche umfunktioniert.

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass unsere Freunde uns angeboten haben, mit im Haus zu wohnen. Wir haben uns aber trotzdem für den Wohnwagen entschieden. Einerseits, weil es eine gute Übung ist, um uns auf die kommende Situation in Portugal vorzubereiten, zum anderen weil wir unseren Gastgebern so wenig wie möglich zur Last fallen möchten. Insbesondere da wir nicht wissen, wie lange wir in dieser Situation feststecken. Irgendwann besteht die Gefahr, auch wenn man sich mag und miteinander befreundet ist, dass man dem/der Hausherren*in lästig wird. Dies möchten wir, so weit es geht, verhindern.

Im Vorfeld haben wir uns schon bezüglich der Koch- und Waschgelegenheit Gedanken gemacht und Vorbereitungen für Portugal getroffen, die wir jetzt hier gut in der Praxis schon mal testen können.

Waschgelegenheit:
Vor Monaten habe ich vier großen Emaille Schüsseln und zwei Milchkannen besorgt. Die Milchkannen* eignen sich super für die Lagerung und den Transport von Wasser.

Die Schüsseln verwenden wir als Spül- und Waschschüssel*. Dank eines Wasserkochers können wir auch auf warmes Wasser zurückgreifen.

Hin und wieder, wenn wir duschen möchten, nutzen wir das Badezimmer unserer Freunde. In Portugal werden wir zunächst die Solardusche, die mir meine ehemaligen Arbeitskollegen*innen zum Abschied geschenkt hatten, nutzen.

Kochgelegenheit:
Momentan kochen wir auf einer Elektro-Kochplatte.

Zusätzlich sind wir auch mit einem kleinen Gaskocher ausgestattet. Einige von euch haben diesen vielleicht schon gesehen. Wir hatten ihn auch auf unserer Reise nach La Gomera mit dabei. Dieser ist aber eher für eine Reise und nicht für die Dauernutzung gedacht.

Für Portugal spielen wir mit dem Gedanken, uns eine Küchenhexe zum Kochen, Backen und zum Heizen der Küche anzuschaffen. Für die Sommerküche würde sich ein Gaskocher mit zwei Gasflammen und wiederauffüllbaren Gasflaschen anbieten. Aber dazu später mehr.

Da wir in Portugal so autark und umweltfreundlich wie möglich leben möchten (hier findest du eine kurze Beschreibung unseres Vorhabens), haben wir uns für eine Trenntoilette entschieden. In einem separaten Beitrag werden wir diese hier auf 11iE ausführlich vorstellen.

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Fotocredit: Patrick Schürfeld (ps-ixel.com)

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