Fair Trade Kaffee
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Der Nachhaltigkeitsanspruch von GEPA

Im Rahmen der Fairen Woche 2017 sind wir einer Einladung von GEPA – The Fair Trade Company gefolgt.

Fair Trade

Bei einem Cupping durften wir einen Blick ins GEPA-Kaffeelabor werfen.

Mit dabei war auch Stanley Maniragaba von der ACPCU (Ankole Coffee Producers‘ Cooperative Union) aus Uganda.

Fair Trade Kaffee

Die ACPCU, die sich aus 19 Kooperativen zusammensetzt, beliefert GEPA seit vielen Jahren mit Bio Robusta-Kaffee.

Beim Cupping wurde auch hochwertiger Robusta Kaffee vorgestellt, um auch die Qualität eines Robustas, der vielleicht pauschal zu Unrecht von vielen als minderwertiger Kaffee betrachtet wird, unter Beweis zu stellen.

Der Kaffeehandel

Kaffee wird an so genannten Agrarrohstoffbörsen gehandelt. Kaffee ist neben Erdöl eines der meist gehandelten Produkte. An den Börsen geht es jedoch längst nicht mehr darum, dem Produzenten eine bestimmte Abnahme zu einem vereinbarten Preis und dem Käufer eine bestimmte Qualität zu einer festgelegten Lieferzeit zu garantieren. Immer mehr Spekulanten, die eine hohe Rendite einfahren wollen, agieren an den Börsen. Sie sind nur daran interessiert, Gewinne zu erwirtschaften. Das Leben zahlreicher Bauern in Afrika und Lateinamerika hängt jedoch am Kaffeepreis. Die Kaffeebauern sind den extremen Preisschwankungen gnadenlos ausgeliefert. Sind die Preise am Boden, können sie noch nicht einmal mehr ihre Produktionskosten decken und werden in die Armut getrieben.

Wie macht das eigentlich GEPA?

GEPA baut auf direkte und langfristige Handelsbeziehungen mit Kooperativen (Kleinbauern, die sich in einer Genossenschaft organisieren) und versucht die Lieferkette für den Verbraucher so transparent wie möglich abzubilden. Mit GEPA als Partner bekommen die Kaffeebauern Planungssicherheit. Die Verträge werden im Voraus für ein ganzes Jahr geschlossen. Den Preis für den Kaffee legen die Kooperativen je nach Weltmarktpreis fest. Die Preise liegen über dem Weltmarktpreis (149 US-Dollar für 100 amerikanische Pfund = 45,36 kg*) und sogar über den Fair Trade Preis (= Weltmarktpreis + Fairtrade Prämie + Bio Prämie), denn GEPA zahlt zusätzlich noch eine Qualitätsprämie (= Weltmarktpreis + Fairtrade Prämie + Bio Prämie + Qualitätsprämie) und damit 214 US-Dollar für 100 amerikanische Pfund*.

Mit GEPA als Partner profitieren die Kleinbauern nicht nur von den höheren Preisen, die sie erhalten. Bei Bedarf erhalten die Bauern Darlehens zu einem guten Zinssatz, Hilfe bei der Exportabwicklung, Produktentwicklung und im Bereich der biologischen Landwirtschaft. Junge Kooperativen und Kleinbauern bekommen so überhaupt erst den Zugang zum Markt.

GEPA kann sich auf der anderen Seite auf hohe Qualität und pünktliche Lieferung verlassen.

Die Fairtrade Prämien fließen in verschiedene Projekte der Kooperativen wie z. B. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Anschaffung neuer Maschinen, Bau von Krankenstationen und Schulen.

Warum für uns nachhaltiger und fairer Handel wichtig ist

Wir kaufen qualitativ hochwertige und fair gehandelte Produkte aus Eigennutz und nicht aus Nächstenliebe! Denn wir möchten ganz egoistisch gedacht jetzt und auch noch in Zukunft gute Lebensmittel essen, sauberes Wasser trinken und eine saubere Luft atmen können. Da wir das möchten, müssen wir dafür sorgen, dass beispielsweise der Kaffee, den wir gerne trinken auch noch in Zukunft angebaut werden kann. Hierfür ist es notwendig, dass auch in Zukunft gesunde Kaffeepflanzen, gesunde Böden, sauberes Wasser und Kaffeebauern, die mit Leidenschaft ihrer Profession nachgehen, hochwertigen Kaffee produzieren können.

Aus den oben genannten Gründen muss man schon aus reinem Eigennutz den Kaffee von Unternehmen kaufen, die einen Nachhaltigkeitsanspruch haben.

Wir wollen unser Geld nicht den Dieben geben, die günstige Preise nur aufrufen können, weil sie die Natur und die Kaffeebauern ausbeuten und letztendlich auch Raubbau an unserer Zukunft betreiben.

*Stand 2017

Fotos: ps-ixel

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