Straßburg
Frankreich Reisen Straßburg

Elf Stunden in Straßburg

Da wir in Gaggenau zu tun hatten, haben wir die 50-minütige Autofahrt auf uns genommen, um uns ein wenig in Straßburg umzuschauen.

Straßburg zu Fuß, mit dem Rad, Auto oder der Straßenbahn erreichen

Unsere Route führte uns durch die deutsche Stadt Kehl. Die Grenzstadt liegt am östlichen Rheinufer. Direkt auf der anderen Uferseite kann man schon die östlichen Stadtgebiete von Straßburg und den Hafen sehen. Straßburg und Kehl sind durch die Europabrücke und durch die Beatus-Rhenanus-Brücke miteinander verbunden. Während die Europabrücke für Autos, Eisenbahn und Fußgänger freigegeben ist, ist die Beatus-Rhenanus-Brücke eine Brücke für Fußgänger, Radfahrer und für die Straßenbahn. So hat man die Möglichkeit, Straßburg nicht nur mit dem Auto, sondern auch gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn zu erreichen. Seit April 2017 fährt die Linie D der Straßburger Straßenbahn von der Straßburger Innenstadt bis nach Kehl.

Straßburg Straßenbahn Linie D

Als Kind fand ich es furchtbar, dass wir immer, wenn wir ein anderes Land oder eine andere Stadt besucht haben, alle Sehenswürdigkeiten, die man laut Reiseführer unbedingt gesehen haben musste, abgeklappert haben. So gehen wir nicht vor!
Wir lassen die Stadt einfach auf uns wirken und schauen erst am zweiten/dritten Tag oder beim nächsten Besuch „genauer“ hin. Man bekommt von einer Stadt viel mehr mit, wenn man sie erst einmal auf sich wirken lässt, statt die ganze Zeit in ein Reiseführer zu schauen.

Uns sind zum Beispiel sofort die, mit Blumen geschmückten Brücken und die alten, wunderschönen Fachwerkhäuser ins Auge gefallen.

Die historische Altstadt von Straßburg liegt auf der „Großen Insel (Grande Île)“, die von beiden Seiten von der Ill, einem Nebenfluss der Rhein, umflossen wird.

Ganz wichtig für uns ist, wie unsere Stammleser bereits wissen, Kaffee. So mussten wir nach der Anreise und den ersten Eindrücken selbstverständlich ein Café aufsuchen.

Oh my Goodness

Im Oh my Goodness haben wir uns erst einmal mit Cappuccino und Kuchen gestärkt. Das Oh my Goodness ist ein gemütliches Café mit leckeren Kuchen und freundlichen Mitarbeitern, die unser schlechtes Französisch, gemischt mit Englisch und Deutsch ganz tapfer ertragen haben.

Das Café hat eine individuelle Einrichtung und bietet auf 2 Etagen wirklich viel Platz. Es ist ein junges und modernes Café, welches wir gerne weiterempfehlen. Die Anschrift und weitere Kontaktinformationen findest Du hier.

Danach ging es weiter – die Stadt erkunden.

Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg

Wahrzeichen der Stadt ist die 1439 fertiggestellte Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg. Das aus rosa Sandstein bestehende Bauwerk war mit seinem 142 Meter hohen Turm das höchste im Mittelalter vollendete Gebäude (Quelle: Wikipedia). Das Münster befindet sich direkt in der Altstadt und ist nicht zu übersehen.

Carrousel á la place Gutenberg

Ein weiteres Highlight, insbesondere für Lilly, war das alte Pferdekarussell am Johannes – Gutenberg – Platz. Die Pferdekarussells sind sehr oft im französischsprachigem Raum zu finden und schmücken des öfteren öffentliche Plätze.

Straßburg

Das Wort Karussell kommt aus dem Französischen und bedeutet Ringelstechen. Ursprünglich nutzten im Mittelalter die Ritter Karussells als Trainingsgerät. Dabei versuchten sie mit ihren Lanzen, Ringe, die um das Karussell angeordnete waren, aufzustechen. Später durften dann sowohl Männer als auch Frauen ihre Geschicklichkeit auf dem Karussell trainieren. Ab 1863 wurden die ersten, mit Motor betriebenen, Karusselle entwickelt. Im Jahre 1880 kam dann die, für die Karussellpferde charakteristische Auf- und Abbewegung hinzu (Quelle: Wikipedia).

Automatisch kommt man in der Altstadt an Souvenirgeschäften vorbei. Da musste Lilly natürlich auch ein paar Hüte anprobieren.

Das Laufen macht dann doch wieder etwas hungrig, so dass neben Käse und Baguette noch ein paar süße Leckereien besorgt werden mussten.

Naturalia

In Straßburg sind wir auf mehrere Filialen von Naturalia gestoßen. Hier kann man viele Lebensmittel wie Trockenprodukte, Eier, Obst- und Gemüse lose kaufen und in die eigenen mitgebrachten Behälter abfüllen.

Das ist wirklich toll. Was uns allerdings verwundert hat. Wasser gibt es nur in Plastikflaschen!!!
Wasser in Plastikflaschen kommt für uns sowohl aus geschmacklichen als auch aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage, weil Plastik, höchstwahrscheinlich immer, einen Teil seiner Inhaltsstoffe an das Wasser abgibt. Wir haben ganz Straßburg nach Wasser in Glasflaschen abgesucht.

Wir hatten also die Wahl, uns maßlos mit Wein zu betrinken, da wir mittlerweile recht durstig waren und Wein erstaunlicherweise immer noch größtenteils in Glasflaschen angeboten wird, oder auf Limonade zurückzugreifen. Auch Limonade ist in Straßburg praktisch nicht mehr in Glasflaschen erhältlich. In der hintersten Ecke haben wir bei Naturalia jedoch noch eine überteuerte Sorte Limonade in Glasflaschen gefunden, auf die wir letztendlich zurückgegriffen haben. Wie man auf dem Bild unten unschwer erkennen kann, sehen wir nicht gerade begeistert aus. Die Limonade war einfach viel zu süß! Eclair und das Tartelette de Citron haben aber köstlich geschmeckt.

Wir werden wiederkommen und die Stadt weiter erkunden. Dann aber auf jeden Fall ausgerüstet mit reichlich Mineralwasser-Glasflaschen im Rucksack.

Fotos: ps-ixel

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