CleanUp
Varia Zero Waste

Clean Up Wehringhausen

Firdays for future nicht nur freitags sondern jeden Tag!

Ich freue mich zu sehen, dass immer mehr Menschen sich für Themen wie die Klimaerwärmung, die Massentierhaltung, der Massenkonsum und die Vermüllung unseres Planeten interessieren. Aktionen wie Clean Up Wehringhausen oder Fridays for Future fangen klein an und bekommen immer mehr Zulauf, wie ich selber beobachten konnte. Bei meinem ersten Clean Up war ich noch als einzige Jugendliche dabei. Beim heutigen Clean Up waren es mehr Schüler als Erwachsene.

Gut fand ich, dass auch meine Klassenkameraden Juri, Milena und Nele beim Clean Up dabei waren und ihre Freizeit am Samstag dafür geopfert haben und das, obwohl sie nicht in Wehringhausen wohnen!

Mit über 50 Schülern und Erwachsenen haben wir versucht, den Müll auf den Straßen Wehringhausens aufzusammeln und so auf das Problem aufmerksam zu machen.

Es ist krass zu sehen, wo die Menschen überall ihren Müll hinwerfen. Nicht nur, dass Verpackungsmüll von Süßigkeiten, leere Bierflaschen und Schnapsflaschen irgendwo in der Gegend rumliegen.

Wir haben auch benutzte Spritzen, Medikamente, Wattestäbchen, massenhaft Zigarettenkippen und Batterien gefunden; sogar ganze Tüten voll mit alten Windeln und anderen ekeligen Dingen wie Hundekacke in Plastikbeuteln abgestellt hinter Motorrädern und unter Brücken.

Auch die Überbleibsel von Karneval wie eingepackte Bonbons, Schokoladen- und Bonbonpapier und Konfetti lagen in den Ritzen des Bordsteins und in den Büschen.

Anderer Müll war bereits in den Boden eingewachsen, so dass wir ihn gar nicht entfernen konnten.

Wir wurden von einigen auch ausgelacht und es kamen Kommentare wie „Das bringt doch nix, ist morgen eh wieder zugemüllt“ oder „Die Zuwanderer sind schuld“. Dabei sollte man doch eher überlegen, wer den Plastikmüll herstellt und wer daran verdient. Das sind nämlich die Konzerne, die damit Geld machen wollen. Ich denke, dass wir am einfachsten was dagegen tun können, in dem wir versuchen so einzukaufen, dass unnötige Verpackungen nicht dabei sind und dass es sich für Unternehmen nicht mehr lohnt, die Sachen so anzubieten.

Wie wir als Familie versuchen verpackungsarm einzukaufen, hatte wir bereits in einem Blogpost vorgestellt. Diesen findest Du hier.

Meine Mama hat zum Thema Mülltrennung und Müllentsorgung auch einen Artikel geschrieben. Denn wenn schon Müll anfällt, sollte dieser wenigstens richtig entsorgt werden. Den Beitrag zum Thema Müllentsorgung gibt es hier.

Den Müll, den wir in nur 2,5 Stunden zusammengesammelt haben, siehst Du hier:

So viel zum Thema Müll. Für die Zukunft ist auch das Problem der Klimaerwärmung relevant. Besonders wir Kinder und Jugendliche werden wahrscheinlich die Folgen der Erderwärmung zu spüren bekommen. Daher engagieren wir uns nicht nur in unserer Freizeit für eine bessere Welt, sondern gehen auch auf die Straße und fordern von Wirtschaft und Politik, dass endlich etwas getan wird gegen die globale Erwärmung.

Cool fand ich, dass Laura (unten auf dem Bild) ihre eigene Glas-Wasserflasche mit dabei hatte. In meiner alten Schule wurde ich dafür gehänselt, dass ich aus einer Glasflasche trinke.

Wie man sieht, engagiere ich mich auch in meiner Freizeit. Natürlich werden ich und einige meiner Freunde beim Klimastreik dabei sein. Ich finde es blöd von einigen Politikern, dieses als Schwänzen zu diffamieren. Meine Zukunft ist mir wichtig und auch die Schule, aber ich möchte in der Schule etwas lernen, um in einer Zukunft zu leben, in der es sich lohnt zu leben.

Fotos: ps-ixel.com / Patrick Schürfeld

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