Ankunft in Portugal

Die ersten Wochen in der neuen Heimat

Nach fünf Tagen und 2.895 gefahrenen Kilometern sind wir nun endlich in unserer neuen Heimat angekommen.

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Müde und ausgelaugt aber glücklich. Auch, wenn auf uns statt einer Dusche und einem frisch bezogenen Bett ein renovierungsbedürftiges Haus ohne Wasseranschluss wartet.

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Provisorische Renovierungsarbeiten

Unser Plan sieht vor, zunächst das obere Stockwerk zu entrümpeln und sich hier erstmal provisorisch für den Winter einzurichten, bevor wir dann im kommenden Jahr mit der tatsächlichen Renovierung des Hauses starten.

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Einige morsche, vom Holzwurm zerfressene Dielen tauschen wir aus.

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Wände, Decke und Türen bekommen einen neuen weißen Anstrich.

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Anschließend machen wir uns daran, die Betten, Tische und Ablagen zu konstruieren und zu bauen.

Einige Tage müssen wir beim Kochen und allen anderen täglich anfallenden Aufgaben improvisieren.

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Nach zweieinhalb Wochen ist es dann so weit, wir fühlen uns wohl und finden es auch schon richtig gemütlich.

Die Küchenecke

In unserer kleinen Küchenecke können wir wieder leckere Gerichte zaubern.

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Unseren „Salada de Silvadal“ mit süßen Feigen aus eigener Ernte lieben wir sehr.

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Der vegetarische Burger mit Burger Patties von Linda McCartney hat es uns auch angetan. Die Patties sind lediglich in einer Pappschachtel ohne Plastik verpackt. Das finden wir super.

Portugal

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Unsere Schlafnische

Endlich können wir die selbst konstruierten und gebauten Betten mit frischer Bettwäsche beziehen.

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Arbeiten ist Dank Strom & Internet wieder möglich

Glücklicherweise verfügt das Haus über einen Stromanschluss. Bereits in Deutschland stehe ich mit dem portugiesischen Stromanbieter in Kontakt. Der Kundenservice funktioniert reibungslos. Jede E-Mail mit meinen Fragen wird fix auf Englisch beantwortet. Uns wird ein Onlinezugang eingerichtet, so habe ich bereits von Deutschland aus die Möglichkeit, auf unseren Vertrag und auf die Rechnungen zuzugreifen.

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Inzwischen haben wir nun auch Internet, TV und eine portugiesische Mobilfunknummer. Wir nutzen momentan 4G/LTE. Ende des Jahres soll hier aber Glasfaser hinverlegt werden.

Ess- und Arbeitsplatz zugleich

Unser Esstisch fungiert gleichzeitig als Arbeitstisch.

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Der Mangel an Wasser ist zunächst ein Problem

Die ursprüngliche Idee war es, auf unserem Grundstück einen Brunnen zu bohren. Wir sind uns jedoch nicht mehr so sicher, ob wir das Vorhaben tatsächlich in die Tat umsetzen wollen. Zum einen handelt es sich um eine kostspielige Aktion, die viel Dreck verursacht. Wir müssten mindesten 80 Meter tief bohren, eine Lizenz beantragen und hätten höchstwahrscheinlich zunächst mit schwarzem Bohrschlamm zu rechnen. Wie lange dann so ein Brunnen Wasser gibt, ist auch nicht vorhersehbar. Zum anderen ist es aus unserer Sicht auch nicht wirklich ökologisch, so die Grundwasserreserven anzuzapfen.

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Eine weitere Möglichkeit, an Wasser zu kommen bieten angelegte Quellen. Diese Quellen, auch Minen genannt, werden hier von den Einheimischen schon seit jeher gemeinschaftlich genutzt. Dabei gibt es jedoch bestimmte Regeln, wann welcher Nachbar über das Wasser verfügen darf. Tage und Uhrzeiten sind bestimmten Nachbarn zugeteilt. Nur dann darf derjenige, der gerade über das Wasserrecht verfügt, Wasser aus der Quelle entnehmen und damit seine Felder bewässern und seinen Wasserspeicher auffüllen. Als Speicher verwenden die Meisten große 1000 Liter Wassertanks. Mittels Schläuche und einer Pumpe wird das Wasser aus den großen Wassertanks für die Nutzung im Haus bereitgestellt. Doch nicht alle Nachbarn wollen das kostbare Wasser teilen.

Auch das Wasserproblem haben wir dann schließlich gelöst. Vielen Dank an Fatima und an unsere lieben Nachbarn Helena und Carlos, die uns bei allen aufkommenden Fragen weiterhelfen und uns gelegentlich mit Obst und Gemüse aus ihrem Garten versorgen.

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Wir sind überglücklich als endlich Wasser aus unserem Wasserhahn fließt.

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Nun können wir nicht nur die Wäsche, sondern auch unsere Haare waschen.

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Unsere Trockentrenntoilette hat ihren Platz auch schon in unserem Badezimmer gefunden. Nur die Dusche inklusive Wasseranschluss müssen wir noch einbauen.

Portugal

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Es liegt noch ein wenig Arbeit vor uns.

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Auf dem Grundstück gibt es allerhand zu tun. Das Gras muss geschnitten und die Terrassen gesäubert werden. Bis zum kommenden Sommer wollen wir uns um ein Bewässerungssystem kümmern, weil wir sonst befürchten, dass unsere Olivenbäume der Trockenheit zum Opfer fallen werden.

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Unser Grundstück liegt auf einer Kulturlandschaft, die vom Menschen in Terrassen so angelegt wurde, dass hier Nutzpflanzen angebaut werden können. Ursprünglich befindet sich unser Grundstück demzufolge an einer Flussgabelung, sodass in den regnerischen Monaten mehr als ausreichend Wasser vorhanden ist. Daher werden wir versuchen, Möglichkeiten zu finden, wie wir das Wasser vom Winter so in Zisternen speichern können, dass es auch für die trockenen Sommermonate reicht. Wir denken, dass es zudem wichtig ist, die Vegetation wieder so aufzubauen, dass die Pflanzen, auch über die heißen Monate, das Wasser im Boden halten können und dieser nicht austrocknet.

Jeden Tag erfreuen wir uns an dieser schönen Landschaft und an den Tieren, die wir täglich neu auf unserem Grundstück entdecken.

Portugal

Portugal

Auch wenn ich im ersten Moment in Panik gerate, wenn in der Abenddämmerung mal wieder eine Fledermaus durch das offene Fenster fliegt, eine Runde um die Lampe dreht und das Zimmer über das gegenüberliegende Fenster wieder verlässt, oder sich eine Gottesanbeterin, durch das Licht angezogen, in unsere Vierwände verirrt. Ganz im Ruhe und auf dem Foto betrachtet, finde ich die Gottesanbeterin wunderschön.

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Gottesanbeterin – Louva-a-deus
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Gottesanbeterin – Louva-a-deus
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Gottesanbeterin – Louva-a-deus
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Gottesanbeterin – Louva-a-deus
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Gottesanbeterin – Louva-a-deus
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Gottesanbeterin – Louva-a-deus

Als wir gerade dabei sind, unseren kleinen Pfirsichbaum vom Wein zu befreien, konnten wir den mühseligen Prozess beobachten, wie sich eine Wanderheuschrecke häutet. Am nächsten Tag haben wir sie auf einen unserer Olivenbäume ausgesetzt. Einzeln stellen diese Tiere kein Problem dar. In Massen können sie natürlich verheerend sein.

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Wanderheuschrecke – Gafanhotos
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Wanderheuschrecke – Gafanhotos

Unsere Gecko-Familie muss sich erst daran gewöhnen, dass wir jetzt das Haus bewohnen. Hin und wieder statten sie uns abends noch einen Besuch ab.

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Gecko – Osga
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Gecko – Osga

Fotocredit: Patrick Schürfeld (www.ps-ixel.com)

  1. Krass! Alles Gute euch und Grüße aus Wehringhausen! Das klingt nach harter Arbeit, wenn auch reiflich überlegt. Ich drücke euch die Daumen, dass alles wie gewünscht klappt!

    • Hallo aus Portugal, vielen Dank. Arbeit haben wir natürlich genug, aber es macht auch Spaß.
      Viele Grüße nach Wehringhausen von den Schürfelds

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